„ABI VEGAS – Um jeden Punkt gepokert“

Abiturentlassungsfeier 2024

Am Donnerstag, den 20.06.2024, konnten 64 Abiturientinnen und Abiturienten am EMA nach bestandenen Prüfungen ihre Abiturzeugnisse in Empfang nehmen. Zehn erreichten eine Eins vor dem Komma, vier von ihnen erzielten die Traumnote 1,0. Vier Schüler erreichten den schulischen Teil der Fachhochschulreife. Im feierlichen Rahmen eröffnete das Schulorchester mit „Highlights from Rocketman“ unter der Leitung von Stefanie Ullrich die Entlassungsfeier. In ihrer Begrüßungsrede beglückwünschte Schulleiterin Uta Wielage alle Abiturienten zur bestandenen Abiturprüfung. Damit einher ging ein Dank an alle Beteiligten: Eltern, Lehrkräfte, Schulsachbearbeiterinnen, Hausmeister – nur mit gegenseitiger Unterstützung und Zusammenarbeit auf unterschiedlichen Ebenen gelinge das Abitur. Maßgeblich verantwortlich für den Abiturjahrgang 2024 als Koordinatorin war Annette Averdiek-Bolwin, die den Jahrgang von der Einführungsphase bis zum Abitur koordiniert habe, bei ihr bedankte sich Uta Wielage besonders. Akzente in ihrer Rede setzte sie mit dem Verweis auf den 75. Jahrestag der Verabschiedung des Grundgesetzes, das seit 1949 das Fundament für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Freiheit darstelle. Insbesondere Artikel 1 („Die Würde des Menschen ist unantastbar.“) sowie Artikel 5 (Garantie der Meinungsfreiheit) stellte sie in den Mittelpunkt ihrer Rede und unterzog sie einer genaueren Betrachtung. Was passiere in einer Gesellschaft, wenn die Garantie der Meinungsfreiheit nicht nur von radikalen und populistischen Kräften ausgenutzt, sondern zugleich behauptet würde, sie stünde zur Disposition, was faktisch nicht zu belegen sei. Was aber unstrittig sei, seien Shitstorms und Angriffe auf politische Verantwortungsträger. Hass, Diskriminierung und Beleidigung seien aber keine Meinung, sie widersprächen vielmehr der Meinungsfreiheit. Die Grenze der Meinungsfreiheit ende dort, wo das Persönlichkeitsrecht bzw. die Freiheit des Anderen anfange. Uta Wielage appellierte an die Abiturienten, auch in Zukunft, in der sie gefragt sein würden, für die Meinungsfreiheit, für Demokratie, Rechtsstatlichkeit und Freiheit einzustehen, denn mit den neuen Möglichkeiten, die das Abitur mit sich bringe, beginne auch die Verantwortung für eine gerechte und freie Zukunft.

Für das Kollegium schloss sich Lisa Sieverding den Glückwünschen von Uta Wielage an. In ihren weiterführenden Gedanken bezog sie sich auf den Song „Ja“ von Kapelle Petra. Sie appellierte an die Abiturienten, offen zu sein für Neues, neue Dinge auszuprobieren, z.B. in eine neue Stadt zu ziehen, ein Studium zu beginnen, neue Menschen kennenzulernen und einfach „Ja“ zu sagen zum Leben. Zugleich wünschte sie den Abiturienten Jahrgang 2024, dass sie etwas fänden, das ihnen Freude bereite, ihre Leidenschaft entfache. Es sei wichtig zu verstehen, dass man sein Leben aktiv gestalten und sein Glück selbst in die Hand nehmen müsse. Auch wenn man natürlich einwenden könne, dass man vielleicht Rückschläge erlebe, wenn man offen sei und Neues wage, ermutigte Lisa Sieverding sie dennoch dazu, dies zu tun. Aus Rückschlägen („Klar wer für alles offen ist, bei dem regnets auch mal rein“, so Kapelle Petra in ihrem Song „Ja“ ) erwüchsen häufig auch neue Chancen, denn aus Fehlern lerne man, davon zeigte sich Lisa Sieverding überzeugt.

Mit der Klaviersonate Nr. 8 c-moll von Ludwig van Beethoven setzte Lennart Schliehe nach exzellent bestandener Abiturprüfung seinen musikalischen Schlussakord am EMA.

Für die Abiturienten sprach Co-Jahrgangssprecherin Diana Riedel. Sie ließ die eine oder andere Anektdote aus der gemeinsamen Schulzeit Revue passieren, pries ChatGPT als guten Freud des Jahrgangs, vertraute aber in ihrer Rede sonst ihrem Gedächtnis sowie ihrer eigenen statt der künstlichen Intelligenz, wie sie versicherte. Ihr schloss sich Davut Sat als zweiter Co-Jahrgangssprecher, an, indem er sich bei Schulleiterin Uta Wielage, bei Annette Averdiek-Bolwin und allen Lehrkräften, den Schulsachbearbeiterinnen sowie den Tutorinnen und Tutoren für die geleistete Arbeit bedankte.

Mit einer Rezension der unterhaltsamen Art wartete anschließend Ammar Redzovic auf, indem er das EMA einem kritischen Blick unterzog und neben Vorzügen auch die eine oder andere Baustelle in den Blick nahm.

Musikalisch wurde es anschließend noch einmal dank Alexander Tompakov, der sich am Klavier mit „Exile“ von Taylor Swift musikalisch vom EMA verabschiedete. Es folgte der Höhepunkt der Veranstaltung, die Überreichung der Abiturzeugnisse an die Abiturienten durch ihre Tutoren, begleitet durch den Jubel des Abijahrgangs und unter dem Beifall ihrer Gäste.

Für die Würdigung besonderer Leistungen vergibt das EMA insgesamt sieben ABI-Awards. Die Awards für das beste Abitur mit 1,0 erhalten 2024 Finja Lohmann, Ammar Redzovic, Lennart Schliehe und Sven Tiede. Die Aufsteiger-Awards erhalten als beste ehemalige Realschüler Anna-Lena Kluth und Marieke Saenger, die beide einen Notendurchschnitt von 1,4 erreicht haben. Einen Award für sein großes Engagement als Jahrgangssprecher konnte Davut Sat entgegennehmen. Eine Ehrung der besonderen Art wurde anschließend Sven Thiede zuteil, der für sein außerordentliches Engagement im sportlichen Bereich mit der Pierre-de-Coubertin-Medaille des Landessportbundes und des Niedersächsischen Kultusministeriums ausgezeichnet wurde. Mit Buchpreisen prämierten Uta Wielage und Annette Averdiek-Bolwin besondere Leistungen in verschiedenen Fächern in der Abiturprüfung, u.a. für die besten Leistungen in Deutsch an Finja Lohmann, in Musik an Lennart Schliehe, in Physik an Lennart Schliehe und Sven Thiede und in Religion an Penelope Lipke, Finja Lohmann und Kim Lea Wiebusch.

Im Namen der Schulgemeinschaft allen Abiturientinnen und Abiturienten herzlichen Glückwunsch!

S. Lücking

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