Henke, Werner

Fächer: Sport / Erdkunde / Geschichte

Werner Henke  ist 1987 verstorben

Ein Ehemaliger schreibt: „Herr Henke war der Sportlehrer, von dem ich Ihnen schon schrieb, dass er direkt neben der Schule wohnte. Oft kam er „in Puschen“ in die Schule. Der Sport, insbesondere der Basketball, hatte bei ihm absoluten Vorrang vor dem Unterricht…“

OStR Henke hat zusammen mit OStR Papenhausen (2001 verstorben) maßgeblich beim Aufbau der Osnabrücker Basketball-Mannschaft mitgewirkt.
1969 errang die Mannschaft den Titel „Deutscher Meister“.

Die Anfänge des Osnabrücker Basketballs: Von der OfJ zum VfL

„Das Basketballspiel in Osnabrück. Darstellung der Entwicklung eines Sportspiels in einer Großstadt.“

Aus dieser Semesterarbeit des Basketballförderers Bodo Bernhardt (damals OTV), verfaßt 1968 an der Pädagogischen Hochschule, hier einige Auszüge:

Die Turnhalle der Oberschule für Jungen (OfJ) besaß Anfang 1953 als einzige Halle in Osnabrück eine Einrichtung für Basketball. … Deswegen hielt der Landesverband im Januar 1953 einen Basketball-Lehrgang ab. … Dazu hatte man Lehrer, Schüler und Vertreter aus Sportvereinen eingeladen. Dabei lernte auch Studienrat Otto Papenhausen (O. P.) von der OfJ das Basketballspiel kennen und schätzen.
Vor allem beeindruckten ihn die pädagogischen Möglichkeiten des Kampfspiels sehr. … Mit der ihm eigenen Begeisterungsfähigkeit wurde O. P. zum Begründer und großen Förderer des Basketballs in Osnabrück. … Dabei war O. P. stets bemüht, sich selbst zu vervollkommnen, da er ja gleichzeitig Lehrer und Lernender war. Unermüdlich suchte er in der Umgebung Osnabrücks nach Vorbildern und Partnern.
Beide fand O. P. schon bald im litauischen Gymnasium Vasario 16, notdürftig untergebracht auf dem Flugplatz in Diepholz. Die Litauer hatten das Spiel aus ihrer Heimat mitgebracht. Sie beherrschten es …
O. P. lernte Oleg Geschwendt beim zitierten Lehrgang kennen. Mitte Februar vereinbarten beide Sportlehrer ein Wettspiel zwischen ihren Gymnasien für den 28. März 1953. Zwölf Osnabrücker Schüler, betreut von O. P., traten in Diepholz zum erstenmal als Osnabrücker Basketballmannschaft auf. Das Spiel endete für die Osnabrücker Spreckelmeyer, Kaschke, Becker, Maidorn, Schild und Schmidt mit einer 35 :104-Niederlage. … Doch ließen sie sich nicht entmutigen. … Außer Erfahrungen konnten die Osnabrücker auch den litauischen Spieler Brahauskas als Trainer gewinnen. Mit einem Motorrad kam er jede Woche einmal von Diepholz nach Osnabrück. … Mit wahrer Begeisterung wurde nun geübt. Denn man bereitete sich auf das Rückspiel vor. Die Osnabrücker wollten vor heimischem Publikum für das Basketballspiel werben.
Am 19. Mai traten die Litauer zum Rückspiel in Osnabrück an. Die Gäste siegten mit 100 : 35 Punkten. …
Eine Osnabrücker Zeitung schrieb nach dem Spiel: „Beifallsstürme um litauische Basketballer.“

In der folgenden Zeit bemühte sich O. P. ständig, das Spiel weiter zu verbreiten … Er veranstaltete das erste Osnabrücker Basketballturnier am 20. Februar 1954. …

Anfang 1955 entstand die VfL-Basketballabteilung, geführt von Studienrat Werner Henke.