Kinderlandverschickung 1941-1945

Zum Schutz vor den seit 1942 immer häufigeren Bombenangriffen der britischen und US-amerikanischen Luftwaffe wurden Kinder aus Großstädten in relativ sichere Gebiete in Deutschland, aber auch in besetzten Gebieten verschickt, in die österreichischen Alpen, in die Lüneburger Heide, in die Niederlande, nach Böhmen (heute Tschechien).
Osnabrück zählte zu den häufig angeflogenen Zielen der alliierten Bomber. Denn eines der strategischen Ziele der Alliierten war es, das Ruhrgebiet, das “industrielle Herz Deutschlands” vom Hinterland abzuschneiden und so die Versorgung der Wehrmacht zu stören. Da sich in Osnabrück Eisenbahnlinien kreuzen, wurde die Stadt schon sehr früh, sehr häufig und sehr heftig angegriffen. “Bomber Command” (das Oberkommando der britischen Luftwaffe und dem Kommando von Arthur Harris – Spitzname “Bomber Harris“) verlegte sich mehr auf das sog. “moral bombing” – Harris hoffte, durch Angrife auf Wohngebiete und Eisenbahnzüge die deutsche Zivilbevölkerung zu demoralisieren – was nicht gelang.

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