Loock, Imke

Fächer: Deutsch / ev. Religion

Stellvertretende Schulleiterin ab 01.08.2011

Wir trauern um Imke Loock, unsere stellvertretende Schulleiterin.
Sie ist am 2. Mai 2015 im Alter von 42 Jahren nach langer schwerer Krankheit verstorben.

 

 

 

Imke Loock stellte sich der Schuzlgemeinschaft vor. (Dieser Beitrag war auf der alten EMA-Homepage veröffentlicht worden.)

Das Netz vergisst nie!
Wer immer meinen Namen, Imke Loock, seit 2004 gegoogelt hat, traf auf eine Verlinkung mit dem EMA in einem Bericht über meinen ersten Aufenthalt in Sankt Petersburg zusammen mit Herrn Neuhaus. Im Netz schien mein Weg an das EMA also schon vor Jahren vorgezeichnet zu sein. Nun bin ich seit Februar 2012 an dieser Schule, als Nachfolgerin von Herrn Schröder die Ständige Vertreterin des Schulleiters. Noch befinde ich mich in der Einarbeitungsphase. Ich habe mich aber schon gut eingelebt und freue mich über die freundliche und offene Atmosphäre, in die ich aufgenommen wurde.
Bis zum Sommer war ich noch mit einigen Stunden ans Ratsgymnasium abgeordnet, wo ich elf Jahre lang die Fächer Evangelische Religion und Deutsch unterrichtet habe. Da ich gerne das Schulleben mitgestalte, habe ich mich dort im Personalrat engagiert, zuletzt als Vorsitzende, habe eine Kooperation zu dem Altenheim Heywinkelhaus aufgebaut und lange den schulischen Austausch mit St. Petersburg koordiniert. In den letzten Jahren war ich daneben für die Landesschulbehörde als Netzwerkbetreuerin für das Fach Deutsch in Osnabrück und in dem Landkreis tätig.
Viele meiner Aufgaben als Stellvertreterin von Herrn Bruns habe ich schon kennen gelernt. Von allen Seiten erlebe ich große Unterstützung. Viele Verwaltungsaufgaben, die, von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, eher im Hintergrund verlaufen, gehören zu meinen Tätigkeiten, wie z.B. Erstellung der Statistik, Arbeitszeitabrechnungen, Vorbereitung der Unterrichtsverteilung und Ausdruck der Zeugnisse. Sukzessiv lerne ich alle Arbeitsbereiche kennen und bearbeite sie, so dass ich einen möglichst vollständigen Überblick über die unterschiedlichen Aufgaben der Schulleitung am EMA erhalte. Von Herrn Bruns und den anderen Schulleitungsmitgliedern erfahre ich dankbar nötige Unterstützung. Außerdem betreue ich den 10. Jahrgang mit den Aufbauklassen von ehemaligen Realschülern und die Differenzierte Begabtenförderung gemeinsam mit Frau Rose. Angesichts der Verkürzung der Schulzeit und der Verdichtung des Lernstoffs erscheint gerade der Übergang von der 10. in die 11. Klasse als eine schwierige „Nahtstelle“ und ich sehe dies als eine wichtige pädagogische Herausforderung an. Daneben habe ich bei den Anmeldungen der neuen Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen erlebt, wie individuell jede einzelne Schülerin oder Schüler ist und wie vielfältig Begabungen sind. Gerade diesen Talenten neben der Fülle an Unterrichtsstoff Raum zur Entfaltung zu geben, ist ein besonderes Anliegen der Begabtenförderung. Ich bin schon nach einem halben Jahr sehr erstaunt, welche Leistungsfortschritte Schülerinnen und Schüler durch die Begleitung engagierter Kolleginnen und Kollegen erreichen können.
Freude bereitet mir die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen und Schülern und Eltern. Hier erlebe ich das EMA als sehr offen und dynamisch. Viele bringen ihre Ideen ein, arbeiten gemeinsam als Team und tauschen sich aus. Das soziale Lernen hat eine große Bedeutung, viele Schülerinnen und Schüler engagieren sich für „Hokisa“, „HelpAge“ und leben die Idee einer „Schule ohne Rassismus“. Die Eltern und Schüler sind gerne dabei und gestalten das Schulleben mit, sodass das EMA seine feste Position in der Osnabrücker Schullandschaft weiter ausbaut. Ich empfinde das Zusammenwirken mit den anderen Schulen im Schulzentrum und den Kooperationspartnern im Stadtteil als sehr anregend. Die tollen Angebote im Ganztagsbereich zeigen, dass sich das EMA als Ort des Lernens und Lebens versteht. Gerne möchte ich hier die Schule mitgestalten. Über eine Qualifizierungsmaßnahme für Ständige Vertreter, die ich gerade abgeschlossen habe, habe ich Einblick in moderne und kooperative Schulleitung erworben und hoffe, dieses Wissen einbringen zu können.
Ein eindrucksvolles Erlebnis war für mich der Besuch der Partnerschule in Twer gemeinsam mit Frau Theilmeier und Frau Henne. Es war beeindruckend zu sehen, wie das Schulleben in Russland gestaltet wird und welche Bedeutung dort die Freundschaft mit dem EMA hat, die schon länger besteht als die Städtepartnerschaft. Hier schließt sich für mich auch der persönliche Kreis, den das Netz so lange bewahrt hat.
In meiner Freizeit zieht es mich an die Nordsee. Mit den neu übernommenen Aufgaben und Verantwortung wird die persönliche Zeit knapper und doch hoffe ich, diese Freiheit, wann immer es geht, genießen zu können. Ich liebe die Ostfriesischen und Nordfriesischen Inseln und brauche frischen Wind um die Nase. Diesen Wind spüre ich auch am EMA und ich bin gespannt auf die neuen Erfahrungen und Herausforderungen.

Imke Loock